Laser OP bei Kurzsichtigkeit
Kurzsichtigkeit wird auch Myopie genannt. Bei einer Kurzsichtigkeit kann das Auge weiter entfernte Gegenstände nur unscharf und verschwommen erkennen. Nahe Gegenstände werden hingegen scharf gesehen. Entweder ist der Augapfel zu lang (Achsenmyopie), die Brechkraft von Linse, Glaskörper und Hornhaut zu stark (Brechungsmyopie), oder es liegt eine Hornhautverkrümmung vor. Der Brennpunkt, auf dem durch einfallende Lichtstrahlen ein scharfes Bild auf der Netzhaut entsteht, ist vorgelagert, und es kommt zu einer unscharfen und verschwommenen Abbildung.
Therapie für Kurzsichtigkeit ist eine Brille, Kontaktlinsen, oder eine Laseroperation. Die Erfolgsquote für eine Laser OP liegt diversen Angaben zufolge bei durchschnittlich 90-95%. Leider muss der Patient die Laser-OP i.d.R. selber bezahlen. Kosten hierfür liegen für beide Augen zusammen bei 2000 bis 5000 EURO in Deutschland. Im Ausland, wie zum Beispiel Türkei oder Tschechien, werden billigere Operationen angeboten. Allerdings sollte man sich aufgrund der notwendigen Nachsorgeuntersuchungen überlegen, ob man eine Laser Behandlung im Ausland durchführen lassen möchte.
Wie bei allen Eingriffen, kann es auch bei der Laser Op zu Komplikationen wie Entzündungen, erhöhte Lichtempfindlichkeit, und eine Über- oder Unterkorrektur der Sehschwäche kommen, so dass ggf. doch wieder eine Brille benötigt wird. Direkt nach der Operation kann es vorübergehend zu Rötung, trockenen Augen, und ggf. leichten Schmerzen oder Brennen kommen. Aufgrund der benötigten Hornhautstärke kann das Auge nur bis zu einer Sehschwäche von -10 Dioptrien gelasert werden.
Bei der Laser OP wird die Hornhaut mittels Augenlaser (Excimer-Laser) korrigiert. Die gängigsten Methoden sind die LASIK (Laser-Assistierte In Situ Keratomileusis) und die neure LASEK (Laser Epitheliale Keratomileusis) Methode. Beide Verfahren werden unter lokaler Betäubung durchgeführt. Bei LASIK wird zunächst mit einer Art Hobel ein Stück der oberen Hornhautschicht abgelöst und zurückgeklappt. Dann wird mit einem Excimer-Laser die darunterliegende Hornhaut abgeschliffen. Am Ende der Operation wird der Hornhautdeckel zurückgeklappt und wächst wieder an. Die LASEK Methode ist häufig teurer, etwas schonender vom Gewebeabtrag, wird bei stärkerer Kurzsichtigkeit, bzw. dünner Hornhautschicht empfohlen, ist allerdings mit im Gegensatz zur LASIK mit Schmerzen verbunden. Beim LASEK-Verfahren wird auch mit einem Excimer Laser die Hornhaut abgeschliffen; allerdings wird vorher nur das Hornhautepithel abgetragen, also eine wesentlich dünnere Schicht als bei der LASIK Methode, und nach der Operation wieder aufgesetzt. Die älteste Laser Methode, photorefraktive Keratektomie (PRK), wird heutzutage weniger angewendet. Hierbei wird das Epithel chirurgisch abgetragen und muss nach der Laserbehandlung nachwachsen.